Samstag, 30. Juni 2007

Erste Eindrücke

Istanbul hat einen großen Schritt nach vorne getan, seitdem ich um 1983 herum zuletzt hier war. Eine moderne, klimatisierte U-Bahn fährt unten im Flughafengebäude in Richtung Stadtzentrum ab, später steigt man in die ebenfalls klimatisierte Straßenbahn um, die quer durch die Altstadt bis an den Hautbahnhof und den Hafen fährt. Sie hat an den meisten Stellen freie Fahrt, auch wenn es ab zu Stockungen durch Autos gibt, die den weitestgehend für die „Tram" reservierten Weg verbotenermaßen mitbenutzen.

Moderne Häuser, Grünanlagen mit gepflegtem Rasen (etwa im Bereich zwischen Hagia Sophia und Blauer Moschee, da war früher zertretener gelber Rasen) - das Stadtbild ist um mehrere Klassen schöner geworden, man muß den Türken respektvoll gratulieren. An vielen Stellen gibt es Ampeln, man hält brav dort an, was man früher nicht tat (es gab auch kaum welche), bei starkem Verkehrsaufkommen hilft man sich weiterhin mit der Hupe, aber die allgemeine Ordnung ist ungemein gestiegen. Gegen das wilde Parken hat man überall auf den Bordsteinen hübsche kleine Eisenpfähle aufgestellt, mit einem klassischen Design, das auch nach London passen würde, und sie wirken.



Die Taxen sind gelb, meist kleine Fiats oder Renaults, die alten amerikanischen Ungetüme früherer Zeiten sind nirgendwo mehr zu sehen. Überall gibt es uniformierte Ordnungskräfte, viele davon in offenbar privaten Diensten, im Park an der Hagia Sophia mit seinem riesigen Springbrunnen außerdem auch Scharen von Mitarbeitern der Straßenreinigung.
Anquatscht wird man immer noch, aber seltener und dezenter. Gleich den ersten lästigen Helfer am Flughafen wimmelten wir ab – er versprach uns einen „free transport" zu unserem Hotel und führte uns im Flughafengebäude zu einem Schalter, über dem auch „free transport" stand, an dem uns ein mürrischer älterer Türke aber sagte „o.K. twenty-fife Euro for the two of you", woraufhin ich ihn umgehend verließ und die U-Bahn suchte, was ich ohnehin geplant hatte. Sie und die Tram kosteten uns wenig mehr als einen Euro pro Person bis fast ans Hotel. Außerdem gab es Gespräche mit netten Türken (in Türkisch, wenn auch in gebrochenem, ich staune selbst, wie wenig ich vergessen habe).

Unser erster Gang führte uns an der Blauen Moschee entlang und in die Hagia Sophia – mehr darüber im nächsten Blog.

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